Tag 24: Las Vegas

Breakfast nahmen wir nochmals bei uns im Hooters. Unser Appetit hielt sich in Grenzen, da uns noch ein besonderes Highlight bevorstand: der Rollercoaster vom NewYork NewYork Hotel. Etwas unüberlegt haben wir diesen Höllenritt auf unsere ToDo-List gesetzt in unseren ersten Tagen hier in Vegas. Mit weichen Knien in der Warteschlange stehend, bereuten wir diese enthusiastische Aktion nun ziemlich. Aber es gab kein Zurück. Obwohl, fast hätte es eins gegeben. Als wir in der Kutsche Platz genommen hatten und alle Zeichen auf «Start» standen, mussten plötzlich alle die Bahn wieder verlassen und den nächsten Zug nehmen… Super!

Zähneknirschend nahmen wir Platz, und das Teil fuhr los. Erst mal ging es sehr, sehr lange sehr hoch in den Himmel über Las Vegas. Für Akrophobiker eine erste Herausforderung, aber wer hat schon Akrophobie?  😉

Danach ging es die ganze Höhe wieder runter, sozusagen im freien Fall. Ich wundere mich noch immer, dass wir das überlebt haben – es war die Hölle! Das Ganze dann gleich nochmals… Bei einem Teil der Reisegruppe machte sich nun das Frühstück etwas bemerkbar, aber wenn man die Augen schliesst, gehts. Die zweite Hälfte des Rides ist dann nicht mehr sooo heftig, und dann hatten wir es auch schon überstanden.

Leicht schwindelig und etwas geflasht vom Adrenalin verliessen wir den Ort des Schreckens und belohnten uns mit einem Besuch des Casino des NewYork NewYork – da steht eine XXL-Slotmaschine, welche wir unbedingt noch testen mussten prompt nochmals abräumten! 🙂  So langsam haben wir den Dreh raus: Cowgirl sucht die Maschine aus und Cowboy zockt. Mehrfach erprobt – funktioniert!

Anschliessend bummelten wir etwas dem Strip entlang. Da konnten wir einem Strassen-«Künstler» grad 1:1 dabei zusehen, wie er unschuldige Opfer ausnahm; eine ziemlich clevere Masche mit zwei Fake-Passanten, welche als Lockvögel dienten, bis dann jemand 400 Dollar setzte und prompt verlor. -Unmittelbar darauf machte sich das hübsche Trüppchen schnell aus dem Staub…

Die Stadt war jetzt sichtlich belebter als noch bei unserer Ankunft hier. Silvester naht! 🙂

Bei Planet Hollywood wechselten wir die Strassenseite und flanierten auf der anderen Seite wieder zurück zum MGM und Hooters, wo wir unseren Jeep abholten und zu unserem letzten Hotel steuerten, dem Red Roof Inn, welches gleich hinter dem HardRock Hotel und schön nah am McCarran Airport liegt.

Ein Hotelgast hat da offenbar gleich mit seinen beiden Katzen eingecheckt…  🙂

Danach den Cherokee zurückbringen und für den Abend fertig machen. Während die Schweiz schon 2016 willkommen hiess, machten wir uns auf den Weg zum HardRock Cafe für unser Silvester-Dinner. Eine gute Wahl; das Essen war sehr lecker und das Ambiente ganz ok. Wir haben uns dort dann die Zeit bis zum Jahreswechsel mit einigen Drinks und natürlich den Fröschen vertrieben und hatten so einen ganz gemütlichen Abend. Schon krass, was man da teils für Gruppenparties hinblättern müsste; von 60, eher ab 150 bis 200$ (nach oben unbegrenzt) war alles drin.

Vor Mitternacht ging es dann nach unten auf den Strip. Wenn schon, denn schon.

Schon krass, die Sicherheitsmassnahmen hier… Ein Teil des Strip war komplett gesperrt und mit Polizei, Militär und Fahrzeugen gefüllt. Auch die Zugangsstrassen und sogar die Kanalisation wurden bewacht, überall standen Armee- und Polizeifahrzeuge, und sehr viel bewaffnetes Personal. Einerseits etwas unheimlich, fast als wäre man im Krieg, andererseits gab es einem auch das Gefühl, dass für Sicherheit gesorgt ist.

Eine Minute vor Mitternacht startete ein Countdown auf Grossleinwand. Wir standen vor dem Aria Hotel und waren gespannt, was denn nun für ein Spektakel auf uns zukommen wird. Scheinbar ist Silvester am Time Square in New York ja für Kinder, verglichen mit Las Vegas (sagen die Einheimischen hier). Da freuen wir uns doch…!  😉

Auf dem Strip waren weniger Leute, als wir erwartet hätten, aber es war trotzdem ganz schön was los. Die letzten 10 Sekunden wurden laut mitgezählt, und dann kam das Feuerwerk; von den Dächern von 8 Hotels wird synchron Feuerwerk in den Nachthimmel geschossen; ein toller Anblick, allerdings nicht soooooo gigantisch wie wir vermutet hatten.

Nach dem achtminütigen Licht- und Farbenzauber jubelte die Menge, danach machten sich die meisten auf den Heimweg, der Strip leerte sich ziemlich schnell. Nur vor und in den Bars entlang der Strasse war noch ziemlich was los.

Da wir morgen früh aus den Federn und zum Airport müssen, verabschiedeten wir uns ebenfalls von der Szenerie und marschierten die halbe Stunde zum Hotel zurück.

Happy New Year Las Vegas – frohes Neues, Welt!


 

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